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Beschreibung

der katholischen
Herz – Jesu Kirche in Visselhövede
(Zum größten Teil zusammengestellt von W.-D. Friese, Bomlitz)



Grundsteinlegung: Am 29. Mai 1965 wurde der Grundstein von Generalvikar Adalbert Sendker und Dechant Probst J. Henze gelegt.

Richtfest:

Nach fünf Wochen
Einweihung:
Am 21. Mai 1966 weihte Bischof Heinrich Maria Janssen aus Hildesheim das Gotteshaus dem heiligsten Herzen Jesu und das Jugendheim ein.

Kirchweihtag:

Der Gedenktag soll immer am 14. Sonntag nach Pfingsten gefeiert werden.
Name der Kirche:
„Herz-Jesu Kirche“ in Visselhövede (Der Name der ehemaligen Schlosskapelle in Kettenburg ist nun auf die Kirche in Visselhövede übertragen worden.)
Bauentwurf:
Architekt Theo Scholten aus Oberhausen hat die Kirche entworfen. (Die Pfarrkirche in Benefeld und der Umbau der Kirche in Walsrode sind ebenfalls nach seinen Plänen entstanden.

Bauherr:

Die neue Kuratiegemeinde „Heilig-Geist Gemeinde“ Benefeld mit Visselhövede. Leitung: Pfarrer Georg Danel aus Benefeld.

Bauträger:

Bistum Hildesheim und das Bonifatiuswerk aus Paderborn.

Bauleitung:

Kirchenvorstandsmitglied Wilhelm Wolf aus Benefeld.

Bauausführung:

Bauunternehmen Erich Borchert aus Benefeld
Grundriss:
Das Gotteshaus ist in Kreuz-Form entstanden. In den Schnittpunkten von Längs- und Querschiff steht der Hauptaltar und darüber ist auf dem Dach eine Edelstahl – Krone angebracht worden. (Die Krone wurde von den Bauschlossern in der Firma Wolff & Co. in Bomlitz hergestellt.
Außenanlage:
Der Kirchenvorplatz wird zur Straße von einer kleinen Mauer und dem Kirchturm, der Treppe und dem Schaukasten abgegrenzt. Grünanlagen umgeben das Gotteshaus. Parkplätze vor und neben dem Jugendheim. Ein Grill- und Lagerplatz ist hinter der Kirche angelegt.
Kirchturm: 
Der frei stehende Turm hat bis zur Spitze eine Höhe von 20,5 m. Die Turmspitze besteht aus einer vergoldeten Kugel mit vier stilisierten Engeln und einem Kreuz und wurde von dem Meister Karl Kahle aus Bomlitz aus gutem Leichtmetall hergestellt. Das Dach, eine Rahmenkonstruktion, wiegt 6,5 Tonnen und wurde mit Kupferblech verkleidet. Hinter den offenen Schlitzen befindet sind die Glockenstube und das Läutwerk.
Glocken:
Die kleine Glocke wiegt 60 kg. Ton: a. 1892 in Hildesheim gegossen, rep. 1983, Inschrift: „Sancta Lucia ora pro nobis“(Die Glocke erhielt ihren Namen „Lucia“ der Vorname der Stifterin, einer gebürtigen Holländerin, die in Visselhövede gewohnt hat). Mittlere Glocke „Ave Maria gratia plena“ Große Glocke „Gloria in exelcis Deo dona nobis pacem“ Die mittlere und große Glocke wurden in der Glockengießerei der Firma Petit & Gebr. Edelbrock in Genscher am 7. Oktober 1983 hergestellt; hier wurde auch die kleine Glocke repariert. Glockenweihe war am 04. Dezember 1983.
Gedenkstätte:
Im Turmraum ist die Gedenkstätte „Pater Arnoldi“ zum 350. Todestag 1981 entstanden, ein Mahnmal, gestaltet vom Bildhauer Kilian aus Braunschweig, das ein gespaltenes Kreuz auf einem Findling zeigt, aus dessen Mitte das Wasser des Glaubens fließt – Symbol für die gespaltene Christenheit, die durch den gemeinsamen Glauben zusammengehört. Wie weit katholische und evangelische Christen heute schon sind, zeigt die gemeinsame Erarbeitung des Textes der Gedenktafel:
„Christus hat uns vom Kreuz herab die Waffen von Macht und Gewalt aus der Hand genommen. Von nun an gilt nicht Macht, sondern Ohnmacht, nicht Gewalt, sondern Versöhnung. Zur Erinnerung an Pater Johannes Arnoldi, der in den Wirren religiöser Auseinandersetzungen am 9. November 1631 in Visselhövede durch Gewalt sein Leben verlor.“
Kircheneingang:
Vorraum mit Bekanntmachungstafel und Glastür zum Kirchenraum. Hinter der Glastür stehen zwei Steinsäulen mit den Weihwasserbecken.

Kirche
vorne rechts: 

In der Nische ist an der Wand zum Jugendheim der Beichtstuhl eingebaut. Rechts neben dem Eingangsbereich steht auf einer Wandkonsole eine Madonna. Daneben ist die Herz – Jesu Statue am 24. 6. 1995 aufgestellt worden.

Kirche
vorne links:

Neben dem Eingang steht das Taufbecken aus grauem Stein in Form eines Brunnens mit Kupferdeckel und Kreuzaufsatz. (Der Kupferdeckel wurde vom Kupferschmied Treskow in Bomlitz angefertigt.)
Kirchenraum:
Die Bänke sind aus hellem Eichenholz hergestellt, ebenso der Beichtstuhl. Die Kreuzwegbilder: Batikarbeiten im Glasrahmen fertigte 1981 Frau Christina Rein aus Benefeld. Lampen: Die Deckenstrahler wurden 1999 gegen hängende Sparlampen ausgetauscht.
Altarraum:
Der Hauptaltar, die Kanzel und die Nebenaltäre sind aus schlichtem, dunklem Schiefer in Blockform hergestellt. Die Osterkerze befindet sich auf einem kegelförmigen Sockel und steht links vom Ambo.
Hängekreuz:
Vor dem Hauptaltar hängt ein großes Kupferkreuz, auf das der Künstler Egino Weinert die Forderfront mit einer bildhaft schönen Emaillearbeit überzogen hat. Diese verkünden die Verherrlichung Christi und die Anbetung der Weisen und die Taufe im Jordan, Himmelfahrt und die Sendung des Heiligen Geistes.
(Das Kreuz wurde auch vom Kupferschmied Treskow aus Bomlitz in der Klempnerei der Firma Wolff & Co. vorgefertigt.)

Rechts Seitenschiff: 

Rechter Seitenaltar, der als Gabentisch genutzt wird. Die Sakristei mit der Orgelempore, Notausgang und Treppenaufgang.
Am Übergang Altarraum – rechtes Seitenschiff hängt eine Holzstatue, die Maria mit ihrem Kind zeigt.

Linkes Seitenschiff:

Ein Nebenaltar mit dem Tabernakel, daneben befindet sich das Tragekreuz und das „Ewige Licht“ sowie das Friedenslicht der Pfadfinder aus Bethlehem. Die Statue des Judas Thaddäus wurde neben der Seitenausgangstür aufgestellt.
Tabernakel:
Auf dem Seitenaltar steht im linken Querschiff der Tabernakel. Goldschmied Folders aus Kevelaer hat diesen gestaltet. Die Fronttüren sind mit einem Schachbrettmuster versilbert. An der Oberkante befindet sich ein Kranz aus stehenden Bergkristallen.

Judas
Thaddäus
Statue:

Im linken Seitenschiff steht seit 1995 die Judas Thaddäus Statue. (Von 1946 bis 1961 befand sie sich in der Kapelle in Benefeld und danach im Keller der neuen Kirche. 1994 wurde sie vom Küster Johannes Tekath und Malermeister J. Hagel mühevoll restauriert).

Orgel:

In den Jahren 1989 bis 1995 entstand aus einem Bausatz von der Orgelfirma Hofbauer aus Göttingen diese Orgel mit 1110 Pfeifen und 19 Registern. (Sie wurde von Pfarrer Johannes Schlingermann und von Mitarbeitern aus der Pfarrgemeinde teilweise zusammen gebaut. Durch Krankheit und den frühen Tod (1993) des Pfarrers, ruhten lange Zeit die Arbeiten. Ein kleines Team um und mit Klaus Hartwig hat sie dann fertig gestellt. Eingeweiht wurde die Orgel am 16. 9. 1995. Die Inschrift lautet: Anno 1993 laudate eum omnes populi. –Lobet ihn alle Völker – 16. September 1995.

Jugendheim/
Pfarrsaal: 

Ein großer und ein kleiner Raum, WC-Anlage, Garderobe und Teeküche.

 

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