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Kapelle Lindenstraße


In der Häuserzeile, ganz rechts, die Behelfskirche in der Lindenstraße (weißes, etwas höheres Gebäude).

 
„Visselhövede – Bilder erzählen aus vergangenen Tagen“
Band I und II von Klaus Heinzel, Visselhövede

Nach Visselhövede wird 1942 der Domkapitular Echelmeyer aus Münster von den Nazis verbannt. Seine Seelsorgearbeit wird in Visselhövede durch die Errichtung eines religiösen Zentrums in einem kleinen leer stehenden Fabrikhaus der Streichholzfabrik in der Lindenstraße zum Glücksfall für die Katholiken. Nach dem Tod von Pfarrer Hardt, am 21. 2. 1945, kommt der vertriebene Emsländer Pfarrer Nadolski nach Visselhövede.

Neben der Behelfskirche standen Schuppen und Lagerräume, die früher dem Fabrikanten Rathjen gehörten. Es wurden Zündhölzer, später Betonwerkstücke hergestellt.
Nach dem Krieg dienten die Schuppen der Lagerung von Schrott. Beim Sammeln von Schrottteilen ereignete sich dort ein schweres Explosionsunglück, das den Tod von 7 Kindern im Alter von 4 bis 13 Jahren zur Folge hatte. Sie hatten einen Blindgänger gefunden, der beim Hantieren explodierte. Die Erschütterung war noch in der Kapelle von der Küsterin Veronika Orlikowski und ihren Töchtern, die ihren Kirchendienst zu der Zeit verrichtete, zu spüren, zumal die Scheiben in der Kirche zersplitterten.


 - Postkarte von Heidi Graf -

Weihnachten in der Behelfskapelle


- Foto von Heidi Graf -

Behelfskapelle in der „Lindenstraße“
Weihbischof Pachowiak


 „Visselhövede – Bilder erzählen aus vergangenen Tagen“
Band I und II von Klaus Heinzel, Visselhövede

Inneres der Behelfskapelle in der Lindenstraße


 - Foto von Heidi Graf -

Vom 1. Mai 1951 – 31. Oktober 1958 war Pastor Peter Adams
Pfarrer in der Kuratie Visselhövede


 - Foto von Heidi Graf -

Pfarrer Adams mit Weihbischof Heinrich Pachowiak
vor der Behelfskapelle Lindenstraße


 

Frau Orlikowski erhielt für 40 Jahre Küsterdienst eine Urkunde vom Bischof in Hildesheim. Sie und Bruno Engling haben sich rührend um die Kapelle in der Lindenstraße und später auch um die Herz-Jesu Kirche gekümmert.
Veronika Orlikowski
geb. 28. 09. 1911
† 28. 04. 1996
 
Ihnen zur Seite standen in der Herz-Jesu Kirche mit großem Arbeitseinsatz Edelgard Schmidt, Paul Brix, Stephan Winkler, Dr. Karl Hübner, Waltraud Briesen, Manfred Beckmann, Ulla Endres, Gaby Linsenmeyer, Alfons und Gisela Schubert , Johannes und Roswitha Tekath, Gerd Komm und viele mehr. Der Zusammenhalt dieser Gemeinde war immer schon bemerkenswert.

     Frau Orlikowski zum Ende
ihrer Dienstzeit
mit Pfarrer i.R. Paul Herrmann

      
- Foto von Heidi Graf -
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