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Firmung

- Sakrament des mündigen Christen

Firmung für Jugendliche

Du bist 15, 16 Jahre alt oder älter und überlegst, ob Du Dich firmen lassen willst?


  - Foto: Mirko Respondek -

Wir erzählen Dir, was das bedeutet und was auf Dich zukommt:

Was Firmung bedeutet
Firmung heißt wörtlich „Stärkung". Das Sakrament der Firmung will Dich für das Leben stärken und ermutigen. In der Firmung wird Dir Gottes Geist zugesagt, das heißt: Gott will bei Dir sein, gerade auch in schweren Zeiten.

Das funktioniert aber nur, wenn Du an Gott glaubst. Deshalb hat Firmung auch mit Entscheidung zu tun. Bei Deiner Taufe haben Deine Eltern diese Entscheidung für Dich getroffen. Jetzt bist Du alt genug, um selber zu sagen: „Ja, ich glaube an Gott. Ich will als Christ leben." So wird die Firmung zur Bestätigung Deiner Taufe.
 
Was die Firmvorbereitung will
„Über den Glauben spricht man nicht". Die Firmbegleiter möchten aber mit Dir über den christlichen Glauben sprechen. Wir wollen darüber reden und wir wollen gemeinsame Glaubenserfahrungen machen.
Die Firmvorbereitung soll Dich (wieder) in Berührung bringen mit der Kirche, mit Gott selbst, der Person Jesu und Gottes Heiligem Geist.
 
Das Programm oder: Was Du vom Firmkurs erwarten darfst
Wir haben in unserer Gemeinde drei verschiedene Programme.

Alle Firmbewerber werden persönlich angeschrieben und auf die Angebote aufmerksam gemacht.

Da gibt es unsere Gemeindereferentin und ihre Helferinnen in Walsrode, die immer wieder mit den Firmbewerbern zu thematischen Abenden zusammenkommen. Gespräche und Spaß gehören dazu, genauso wie das gemeinsame Kochen und Essen an jedem Abend. Dabei wächst eine Atmosphäre, in der man offen reden kann und den christlichen Glauben kennen lernt.

Eine andere Gruppe trifft sich ebenfalls regelmäßig in Bad Fallingbostel. Es gibt eine „Arbeitsmappe“, die besprochen wird. Es geht auch um persönliche „Geisterfahrungen“, zum Beispiel mit einer Ordensfrau oder einem Diakon. Du bringst Dich in das Gemeindeleben ein, etwa bei der Gestaltung einer Kreuzwegandacht, bei der Osterwache oder bei einem sozialen Projekt, denn das Engagement für andere gehört zum Christsein, wie die Luft zum Atmen.

Eine dritte Gruppe schließlich lebt eine Woche lang im Pfarrheim in Benefeld. Alle gehen wie gewohnt zur Schule. Am Nachmittag und oft bis in die tiefe Nacht hinein sprechen sie über Gott und die Welt, über sich und darüber, warum sie zur Kirche gehören und das Sakrament der Firmung empfangen wollen. Alle übernachten im Pfarrheim. Es folgen noch einige Wochenenden ähnlicher Art.

Gemeinsam feiern alle Firmlinge drei Heilige Messen. Sie verbringen eine Zeit im Kloster, fahren zur Chrisammesse nach Hildesheim und sie unternehmen noch anderes. Dazu kommen Gebets- und Gottesdienstangebote und verschiedene Möglichkeiten, in der Pfarrgemeinde mitzuwirken.

Die Firmvorbereitung dauert etwa 6 Monate. Sie findet bei uns alle zwei Jahre statt. Es firmt immer einer der Bischöfe.

Ein Wort für Eltern (Großeltern und Paten)

Was Firmung bedeutet
Die selbstverständliche Verbindung von Kirche und Gesellschaft gibt es nicht mehr. Heute muss sich jeder selbst entscheiden, was er glaubt und wie er leben will.
Das Sakrament der Firmung will junge Menschen, die auf dem Weg sind erwachsen zu werden, stärken, eine eigene Entscheidung für ihren Glauben zu treffen. Sie als Eltern haben die Entscheidung für die Taufe Ihres Kindes getroffen. Jetzt ist es an Ihrem Kind, diese Entscheidung zu bestätigen – oder eben auch nicht.
 
Was wir mit dem Firmkurs bewirken wollen
Wir sind überzeugt, dass der christliche Glaube gerade jungen Menschen hilft, den vielen Herausforderungen des Lebens zu begegnen. Ein Mensch, der lernt auf Gott zu vertrauen, vertraut auch den Kräften und Begabungen der eigenen Person. Er entwickelt Mut und Stärke. Diese christliche Wahrheit gilt es neu zu entdecken. Wir sprechen miteinander über das, was wir glauben. Wir versuchen aber auch, etwas von Gottes Gegenwart erfahrbar zu machen.
 
Elterninformation und Elternabend
Wir werden Sie zu einem Elternabend einladen. Die Firmvorbereitung selbst aber ist Sache der Jugendlichen. Die Jungen und Mädchen sollen lernen, ihren Weg zu finden. Als Eltern, als Großeltern, als Paten können Sie sie wohlwollend unterstützen. Sie zu zwingen (und sei es zu ihrem Glück) wäre falsch.


  - Foto: Mirko Respondek -
Und das ist eine Gruppe unserer Firmbewerber,
denen Bischof Norbert Trelle
am 4. Oktober 2008
das Sakrament der Firmung gespendet hat.
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