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Firmung 2010

Lebenswoche der Firmlinge

 

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten sich am Donnerstagabend die 21 angehenden Firmlinge, 14 Jungs und sieben Mädchen  und neun Katecheten von einander. Sie kamen aus Walsrode, Bad Fallingbostel, Visselhövede und Benefeld für die Lebenswoche zusammen.
 
„Schade, dass die Woche nun um ist und ich euch erst mal nicht wiedersehe und schön, weil ich endlich wieder ausschlafen kann“, bringt es Diakon Klaus Hartwig bei der „Tea-Time“ auf den Punkt. Für eine Woche war das Pfarrheim in Benefeld für sie der Dreh- und Angelpunkt.

„Wir legen Wert darauf, dass das Leben ganz normal weitergeht“, vermittelte Hartwig. Die Jugendlichen gehen wie gewohnt weiter zur Schule oder zur Arbeit. Gegessen, geschlafen (wenn überhaupt), und  die  Arbeitseinheiten werden im Pfarrheim beziehungsweise  in der Kirche absolviert. Bis zur Tea-Time werden Hausaufgaben gemacht. Danach stehen wieder Arbeitseinheiten bis zum gemeinsamen Abendessen an.


„Bei uns gibt es kein „ihr müsst zu Bett“! Nach der „Tagesernte“, die um 22 Uhr in der Kirche stattfindet, kann sich jeder bis 12 Uhr die Zeit selbst einteilen. Für viele eine völlig neue Erfahrung.“ Ungewohnt für die meisten sind auch die gemeinsamen Mahlzeiten.


Das kommt immer wieder positiv zum Ausdruck. Und wie sieht es mit Beten aus? „Zu den Mahlzeiten singen wir. Denn wer singt betet doppelt“, schmunzelt der Diakon. Aber auch Gottesdienste werden von den Jugendlichen auf die Beine gestellt. Ansonsten diente die erste Woche vor allem dem intensiven Kennenlernen der Gruppe, aber auch von sich selbst. „Wer bin ich?  Wo sind meine Wurzeln? Wie sieht meine Zukunft aus? Es werden Lebenshäuser, Spinnennetze und Pinnwände erstellt, die eigene Person auf Papier gebracht und die guten und schlechten Seiten vermerkt. „Mit Befassen des eigen Ich´s,   kommen viele nicht klar und verzweifeln fast“, weiß Klaus Hartwig. Doch zur Seite stehen dann Dechant Siegmund Bulla,  Renate Wüstefeld, Gaby Deppe, Mirko Respondek, Nadine Glück sowie Katharina und Helena Hartwig. Letztere hatte den weitesten Anfahrtsweg von 250 Kilometer und nahm für die Woche extra Urlaub.

Bis zur Firmung, die am 5. September durch Weihbischof Koitz stattfindet, wird es noch fünf weitere Wochenenden geben, in denen sich die Firmbewerber treffen. Der Röderhof in Hildesheim und Bergen Belsen stehen unter anderem auf dem Programm. Aber auch aktive Gemeindearbeit beim „Eine Welt Tag“ ist gefordert.  „Es ist erstaunlich, wie sich die Leute verändert haben. Wie offen sie geworden sind“, staunt Cecilia und lobt auch die Gemeinschaft.  „Eine tolle Truppe“, sind sich die Katecheten einig und freuen sich auf die nächste gemeinsame Aktion.

Text und Fotos: Angela Kirchfeld

 

 

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